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fimmtudagur, 22. janúar 2004


Wer nicht
Auch Andreas Hahn von der jungen welt lobt Lost in translation - und berichtet zugleich Erschütterndes von der deutschen Übersetzung.

Doch nicht nur die deutsche Übersetzung ist schlimm, auch: diesen Film in einem deutschen Porgrammkino zu sehen. Die verlässlich jeden Ken Loach-Film rührend ruinierenden Lehrerehepaare sind auch hier voll in ihrem Element. Statt etwas von außen anzusehen, stehen sie stets mitten im Leben. Gute Laune angesichts kleingeratener Japaner, und als ein Hotelangestellter "Hiel entlang" sagt, bricht die Hölle lauthals los. Wer kennt das nicht. Schon schön der Film.
Es ist wichtig, das manchmal sehr deutlich Ruhe ist.


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Ich habe den Film in einem Mainstream-Kino gesehen, da war es ruhig. Wenigstens beim dick aufgetragenene Ende hätte ich mir ein paar laute Grunzer des Missfallens gewünscht. Manchmal darf auch sehr deutlich keine Ruhe sein. Das Publikum des Alternativkinos will ich damit nicht gelobt haben.

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"Hiel entlang?" Haben die etwa das ganze Engrish übersetzt?..

Ich war ja etwas enttäuscht von dem Film, aber das mag daran gelegen habe, dass ich mehr erwartet hatte. Hatte vor allem gehofft, mehr von Tokio zu sehen; aber letztlich ist der flüchtige Eindruck, den der Film vermittelt, schon angemessen, man bekommt halt nur zu sehen, was man als Tourist halt so zu sehen bekommt.

Es hat mich aber auch überrascht, wie begeistert der Film als Komödie verstanden wurde, und, nun ja, bestenfalls Schmunzeleinlagen zu lautem Brülllachen geführt haben. Und die Tatsache, dass jemand nicht die Sprache eines Touristen spricht, finde ich erstmal nur begrenzt amüsant.

(Ausserdem hatte ich einen dämlichen Sitzplatz, und gab gegen Ende Grunzlaute der Halsversteifung von mir.)

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Ja. Gibt es eigentlich schon ein -Asterix-Heft: Asterix und Obelix bei den Japanern?

Vor kurzem sah ich übrigens noch einmal Black rain von Ridley Scott. Da sieht man auch nicht viel mehr: Japan aus den Augen eines geföhnten amerikanischen Cops. Das Jahr des Drachen für die 90er. Viele bunte Leuchtreklamen auch hier; bloss schwenken die Einheimischen Schwerter und fahren Motorrad statt Sex-pistols-Karaoke-Parties zu veranstalten.
Das Vorurteil wird niedlich.

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online for 2322 Days
last updated: 2004.03.06, 22:38
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Nach langer Zeit Ein neuer Text von hap: Es handelt sich um Die Geschichte.
by tlr (2005.07.31, 23:03)
apropos: nach den "öden orten" kommen nun die "schlimmen städte", zumindest wenn man dem...
by mdi (2005.06.03, 00:20)
Parallel zum Erscheinen vom Abschiedsband der Öden Orte: Metropolentexte in absteigender Folge von mhs.
by tlr (2005.04.16, 00:13)
due to new regulations - we are no longer in a position to offer...
by hcs (2005.03.12, 19:12)
Nach Strange Days war ich ziemlicher Juliette Lewis Fan. Länger nichts interessantes von ihr...
by hcs (2005.03.10, 09:38)
Danke für den Hinweis. Ein sehr unterhaltsames Interview. Wie immer. Man sollte das Schrödersche...
by tlr (2005.03.02, 10:45)
Der Spiegel macht Mut: Das Proletariat der Denker
by hcs (2005.02.27, 09:49)
Begleitend zum rsa-Beitrag empfehle ich die Rezeption der Rückseite des aktuellen Titanic-Heftes.
by hcs (2005.02.21, 08:54)
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by hcs (2005.02.21, 08:51)
Immerhin: Zwei Jahresrückblicke 2004 sind in korrespondenz.biz erschienen, nämlich Hinter der Kamera von tlr und...
by hcs (2005.02.14, 12:17)
Ist es nicht schrecklich, dass auch heute noch junge, ahnungsvolle Menschen durch Guido Westerwelle...
by rls (2005.02.08, 10:32)
Man könnte in dem Satz das Wort Internet durch "Geld" ersetzen. Aber auch durch...
by tlr (2005.02.08, 10:31)
Gratulation! Frei, oder am Ende sogar fest?
by das (2005.02.02, 21:11)
Ein uns wohlbekannter Autor schreibt in der Frankfurter Rundschau über Ephraim Kishon.
by hcs (2005.01.31, 09:28)
Die Faszination Internet hängt ganz eng mit der Faszination Freiheit zusammen. Das Internet kennt...
by hcs (2005.01.28, 19:22)

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